Archiv für Juni, 2011

Joseph Beuys: “Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt.”

Joseph Beuys: “Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt.” (How to explain the pictures to the dead hare.) Beuys hat zum „Hasen” folgendes gesagt: „Der Hase hat direkt eine Beziehung zur Geburt. Eine Beziehung in die Erde. Nach unten. Für mich ist der Hase ein Symbol für die Inkarnation. Der Hase macht das ganz real, was der Mensch nur in Gedanken kann. Er gräbt sich ein, er gräbt sich einen Bau. Er inkarniert sich in die Erde. Und das allein ist wichtig. So kommt er bei mir vor.” Allgemein zur Kunst hat Beuys ua folgendes gesagt: “In der Kunst ist absolut nichts zu verstehen, einfach nichts. (…) Wenn Kunst irgendetwas enthielte, was verstanden werden sollte, dann wäre sie überflüssig. Denn diese Aufgabe wird schon von der Wissenschaft wahrgenommen. Im Gebiet der Kunst sollen nur geheimnisvolle Bilder geschaffen werden …” Joseph Beuys (1921 – 1986) deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und Pädagoge. Beuys setzte sich in seinem umfangreichen Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander. Dies führte zu seiner spezifischen Definition eines „erweiterten Kunstbegriffs” und zur Konzeption der „Sozialen Plastik” als Gesamtkunstwerk, in dem er Ende der 1970er Jahre ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik forderte. Er gilt bis heute weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
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Hier zwei Beispiele aus der Erlebniswelt von Kindern und Heranwachsenden mit den Möglichkeiten aus der eigenen Kreativität und den Selbsterfahrungen durch Malen und Zeichnen. Schade, dass das “Wunderkind”-Beispiel für Erwachsene in den Nachrichten so viel Interessanter gemacht wird. Hierfür wird mehr Aufmerksamkeit gewonnen, als für das zweite Beispiel, in dem doch das gezeigt wird, was man im deutschen Fernsehen kaum zu sehen bekommt. Jungen in einer Gruppe wollen etwas erfahren, nachmachen und auch gleichzeitig etwas für sich oder andere herstellen. Ein männlicher Künstler, ein Könner, ein mögliches Vorbild, hat hier die richtige Methode angewandt, um, mit dem ebenfalls männlichen Erzieher zusammen, die Jungen mitzunehmen und etwas herzustellen, etwas Motivierendes mit Verbesserungs-, Verschönerungscharakter – etwas mit Status. Material, Anleitung und Zeit zum Ausprobieren und Nachdenken – was will man mehr. Leider werden solche Reportagen, in denen allgemein gezeigt wird, wie man der nächsten Generation von Jungen/Männern ausserhalb des “Bildungssystems Deutschland” etwas beibringen kann, viel zu selten gezeigt. Wertvoll ist es auch, wegen der überwiegend guten Selbsterfahrungsmöglichkeiten und Entdeckung von eigenem Talent, Selbstzufriedenheit und Leidenschaft der Jungen, die durch Herstellen und Schaffen von Dingen für sich oder andere herauskommt. Übrigens finde ich die Zelebrierung der “Girls-Days” in Deutschland seit langem als zu einseitig propagiert. Männliche


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